Aus meiner Praxis


Fast unmögliches wird möglich

Als ich in Edinburgh als 21 jährige Studentin in Seelsorge-Ausbildung war, betreute ich einen MS-Patienten im Krankenhaus mit einem besonderen Wunsch: Einmal in einen Pub gehen. Das widersprach den Spitalgewohnheiten. Ich gab nicht auf. Und wir schafften es. Irgendetwas war für ihn sehr wichtig. War es nach langem wieder einmal ein Glas Bier? War es das Pub? War es ein bisschen Abenteuer? Als ich ihn wieder zurückbrachte, lächelte er mich an und sagte: Thank you, my little girlfriend.

Strategieentwicklung

Eine der wichtigsten Fragen bei der Konzipierung von Entwicklungsprojekten lautet: wie können die vertrauensvoll zur Verfügung gestellten Mittel so effizient wie möglich eingesetzt werden? Die Stärke der auf das Allgemeinwohl bedachten Frauen bei Projektbesuchen in Afrika und Asien hat mich immer schon beeindruckt. Studien zeigen, dass es die Frauen sind, die Ressourcen wirksam nutzen zum Wohle aller. Kurz darauf wurde unter meiner Leitung der Beschluss gefasst, die Strategie der Projekte auf das Ziel women empowerment auszurichten.

Beratung des Vorstandes

Ein Verein hatte knappe Ressourcen, die die Umsetzung seiner Ziele und Aufgaben nicht möglich machten. Der Vorstand beauftragte mich als Beraterin. Wir überlegten, woher zusätzliche finanzielle Mittel kommen könnten. Wir entschieden uns für Mittel aus öffentlichen Geldern und wählten gemeinsam mögliche Fördergeber aus, die wir um einen Gesprächstermin baten. Mit einem vorbereiteten Gesprächsleitfaden und einem kurzen Strategiepapier des Vereins gingen wir gemeinsam zum Termin mit den jeweiligen Fördergebern. Die aussichtsreichste Förderstelle verlangte vom Verein einen Business-Plan, dessen Grundstruktur und erste Inhalte ich erarbeitete und vorschlug. Die Vorstände adaptierten den Plan nach ihren Vorstellungen und präsentierten ihn im nächsten Gespräch. Der Verein bekam die Förderung.